Auf der Suche nach der Trichterbecherkultur

Die archäologische Forschung zur jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur (TBK) hat sich bislang vorwiegend auf Grabstätten auf der Geest (z.B. Emsland, Drenthe, etc.) konzentriert.

Beschreibung

Die archäologische Forschung zur jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur (TBK) hat sich bislang vorwiegend auf Grabstätten auf der Geest (z.B. Emsland, Drenthe, etc.) konzentriert. Demzufolge wird die Trichterbecherkultur hauptsächlich mit Großsteingräbern assoziiert. In Groningen wie im Landkreis Emsland sind aber noch unerforschte, ehemalige Megalithstandorte und auch unentdeckte Großsteingräber vorhanden, die bisher nicht Gegenstand der Forschung waren. Diese sollen nun unter Leitung der Rijksuniversiteit Groningen, Groningen Institute of Archeology (GIA) und der Mitarbeit von Laienforschern näher betrachtet werden.

Noch weitgehend unbekannt ist auch die Lage der zugehörigen Siedlungen. Diese Kenntnislücke, die teilweise mit der schweren Interpretierbarkeit von Sandböden zusammenhängt, schließt sich in Nordwestdeutschland allmählich. Hier wurden in den letzten Jahren Hausgrundrisse der Trichterbecherkultur aufgedeckt. Über geographische Informationssysteme (GIS) sowie mit Hilfe der Bodenkunde sind auch in den Provinzen Fryslân und Drenthe potenzielle Siedlungsareale der Trichterbecherkultur zu verzeichnen. Diese sollen in dem Modul exemplarisch archäologisch untersucht werden. Mittels des Einsatzes neuer Methoden, etwa eines „archäologischen Feldlabors“ sowie der Darstellung der Ergebnisse mit modernen Kommunikationsmitteln, z.B. über die gemeinsame Internetplattform ist eine enge Beteiligung der Bevölkerung vorgesehen.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind im Rahmen der Sonderausstellung „Land der Entdeckungen – Die Archäologie des friesischen Küstengebietes /Land van ontdekkingen – De archeologie van het Friese kustgebied“ im Ostfriesischen Landesmuseum Emden zu sehen.

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